Wertberichtigung

Wertberichtigungen, zu finden im Rechnungswesen, sind in der Bilanz Korrekturposten die sich auf der Passivseite befinden.

Sie gleichen den Buchwert vom Vermögenspostens an den geringeren bestimmten Wert an. Es wird eine indirekte Abschreibung dargestellt, weil die kommende Wertminderung nicht sofort beim Vermögensposten offengelegt wird.

Wie alle handelsrechtlich korrekten Verlustantizipationen unterliegt auch die Wertberichtigung der Kapitalerhaltung, dabei wird von einer periodengerechten Erfolgsermittlung abgesehen. Daher ist Sie mit einer Rückstellung für weniger genaue Verbindlichkeiten gleichzusetzen, deren Basis ebenfalls im Jahr der Entstehung zu Grunde liegt. Eine indirekte Abschreibung in der Art der Wertberichtigung ist für Kapitalgesellschaften grundsätzlich keineswegs zugelassen. Das folgt unmittelbar aus dem Gliederungsschema des § 266 Absatz 3 Handelsgesetzbuch, in der keine Stellung für Wertberichtigungen auf der Passivseite der Bilanz ausgeschrieben ist. Daher können Wertberichtigungen lediglich durch allen übrigen gebliebenen Formen des Rechts im Rahmen der indirekten Abschreibung verwendet werden.

Direkte Abschreibung

Wertberichtigungen werden oft beim Umlaufvermögen vorgenommen, einstweilen vom Anlagevermögen die direkte Abschreibung beim Vermögensposten üblich ist. Im Gegensatz zu den direkten Abschreibungen wird bei den Vermögensposten, in denen der Wert zu berichtigen ist, der historische Buchwert gezeigt und die gesendete Wertberichtigung angepasst auf der Passivseite gebucht. Wertberichtigungen unterliegen dem Ablauf des Niederstwertprinzips, da sie den geringeren effektiven Wert eines Vermögensgegenstandes am Bilanzstichtag spiegeln.

Pauschalwertberichtigungen

Mit Pauschalwertberichtigungen wird im Rechnungswesen bei Unternehmen die Rechnung der unbekannten Kredit- und Forderungsrisiken getragen, weil man nach dem Prinzip der Vorsicht jeden abzusehenden Risikofaktor berücksichtigen muss. Eine Pauschalwertberichtigung bildet die untergeordnete Art der Wertberichtigung.

Einzelwertberichtigung

Eine Einzelwertberichtigung gilt in der Regel als ein Mittel der Finanzwirtschaft und Buchhaltung, für die erneute Kalkulation der Forderungen eines allgemein gängigen Unternehmens. Hierdurch werden konkret absehbare und bemerkte Ausfallrisiken bei vereinzelten Forderungen der Bilanz in Betracht gezogen. Im Kontrast zu der Pauschalwertberichtigung wird das besondere Ausfallrisiko der jeweiligen Vertragspartner angeschaut.