HGB – Handelsgesetzbuch

HGB ist die Abkürzung für Handelsgesetzbuch. Es beinhaltet die Basis des in Deutschland geltenden Handelsrechts. Das Bürgerliche Gesetzbuch wirkt für Kaufmänner/-frauen neben dem Handelsgesetzbuch nur unterstützend. Um die vorzunehmenden Geschäfte möglichst zu erleichtern, setzt das Handelsgesetzbuch auf den Rechtsschein.

Nebenbei beinhaltet es die Regelungen für die Offene Handelsgesellschaft, die stille Gesellschaft und die Kommanditgesellschaft.HGB - Handelsgesetzbuch, Weiterbildung Finanzbuchhalter
Für die Kapitalgesellschaften sind im Handelsgesetzbuch Regeln zu verfassenden Berichten und Abschlüssen zu finden. Zusätzlich gibt es Ergänzungsvorschriften für Unternehmen im Versicherungssektor, Genossenschaften und Kreditinstitute.

Durch einige wenige Vorschriften mit Strafbezug gehört das Handelsgesetzbuch auch zu dem Nebenstrafrecht.

Geschichte und Vorläufer des HGB

Ab dem Jahr 1939 galt das deutsche Handelsgesetzbuch auch zum umfassenden Teil im Nachbarland Österreich. Am 01.01.2007 wurde das österreichische Handelsgesetzbuch mit dem Änderungsgesetz des Handelsrechts in großem Umfang angepasst und hierbei mit der Bezeichnung „Unternehmensgesetzbuch“ umbenannt.
(Finanzbuchhalter Infografik und Statistiken aus dem Jahr 2007)

Vorläufer des aktuellem Handelsgesetzbuch ist das Allgemeine Deutsche Handelsgesetzbuch (ADHGB) aus dem Jahr 1861. Das Handelsgesetzbuch wurde am 10.05.1897 verabschiedet, und trat gemeinsam mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch am 01.01.1900 rechtsgültig in Kraft. Derzeit wird unser deutsches Handelsrecht stark durch die Rechtssetzungen der EU beeinflusst.

HGB im Bezug auf die Finanzbuchhaltung

Das Handelsgesetzbuch hat selbstverständlich einen großen Einfluss auf die Finanzbuchhaltung. Viele wichtige Inhalte und Bestandteile der täglichen Arbeit eines Finanzbuchhalters sind hier definiert, wie z.B. Bilanzierung, Abschreibungen oder der Jahresabschluss.